Zum Thema «Google KI SEO» bzw. «KI Optimierung Website» hat Google einen neuen Leitfaden mit dem Titel «Website für generative KI-Funktionen in der Google Suche optimieren» veröffentlicht.
Im Grunde geht es um die sogenannte GEO-KI-Optimierung, wobei die Kernaussage in Googles KI-Leitfaden ist: Gutes SEO bleibt gutes SEO und man daher eher von SEO-KI-Optimierung sprechen müsste.
Das Wichtigste in Kürze:
• Gutes SEO bleibt gutes SEO, auch wenn es um die KI-Optimierung der Website geht: Google empfiehlt daher im Rahmen von seinem Google-KI-SEO-Leitfaden auch zur SEO-/GEO-KI-Optimierung auf die bisherigen Best Practices der Suchmaschinenoptimierung zu setzen.
• Eine der wichtigsten Massnahmen zur KI-Optimierung der Website: einzigartige, fachkundige, hilfreiche und ansprechende Inhalte erstellen.
• Google rät davon ab, die aktuell weit verbreiteten sogenannten GEO-Hacks im Rahmen von Google-KI-SEO zu priorisieren.
• Man sollte bereits jetzt seine Website agentenfreundlich bauen, damit etwa Browseragenten die Daten auf der eigenen Website leicht erfassen können.
Inhaltsverzeichnis
Google-Leitfaden zur KI-Optimierung: SEO-Best-Practices
Der Google-Leitfaden zur KI-Optimierung der eigenen Website richte sich laut Google an alle Webmaster, die ihre Website nach den offiziellen Best Practices der Google-Suche optimieren möchten, damit die Website «mit generativen KI-Funktionen in der Google Suche erfolgreich» ist. Als Beispiele nennt Google die «Übersichten mit KI» und den «KI-Modus».
Im Grunde geht es um die GEO-KI-Optimierung der Website, aber Google stört sich im neuen Leitfaden an den aktuell im Umlauf befindlichen GEO-Hacks. Die Kernaussage des Google-Leitfadens zur KI-Optimierung lautet denn auch:
«Die Best Practices für die Suchmaschinenoptimierung sind weiterhin relevant.»
Denn, so die Argumentation von Google, die generativen KI-Funktionen in der Google-Suche würden auf den zentralen Systemen für das Google-Ranking und der Qualität der Google-Suche basieren.
Man sollte den Google-Leitfaden daher eher als «Leitfaden zur SEO-KI-Optimierung» bezeichnen. Google sagt es auch selbst ganz klar:
«Aus Sicht der Google-Suche ist die Optimierung für die Suche mit generativer KI eine Optimierung für die Suche insgesamt und damit weiterhin SEO.»
Einzigartige, fachkundige, hilfreiche und ansprechende Inhalte
Nicht verwunderlich also, dass Google in seinem neuen Leitfaden zur SEO-KI-Optimierung unter anderem altbewährte SEO-Strategien empfiehlt:
- Einzigartige und fachkundige Inhalte: Das Aufschreiben persönlicher Erfahrungen ist mehr wert, als das Wiederholen von Informationen, die im Internet bereits bekannt sind. Es sollte sich bei den eigenen Inhalten am besten um fachkundiges Expertenwissen handeln und nicht um Allgemeinwissen. Auch sollte man daran denken, Inhalte zu erstellen, die nicht so einfach von einem KI-Modell erstellt werden können.
- Hilfreiche Inhalte: Die Inhalte sollten für den Leser hilfreich bzw. nützlich und nutzerorientiert sein und der Leser sollte sich auf die Informationen verlassen können.
- Verständlichkeit: Google empfiehlt auch, die Inhalte leicht verständlich zu liefern. Das bezieht sich sowohl auf die inhaltliche Verständlichkeit des Textes als auch auf die Darstellung des Textes als Ganzes, wozu man den Text in Abschnitte und Absätze unterteilen sollte.
- Hochwertige und relevante Bilder bzw. Videos: Die Bilder und Videos in einem Text sollten zum einen hochwertig sein, also zum Beispiel nicht verpixelt oder unscharf, und die Bilder und Videos sollten relevant sein, also zum Text passen und dem Leser einen Mehrwert liefern.
- Responsive Website: Die Inhalte der Webseite sollten auf allen Geräten gut lesbar angezeigt werden.
- Semantisches HTML verwenden: Google rät ausserdem dazu, semantischen HTML-Code zu verwenden, wozu zum Beispiel die Untergliederung der Überschriften in einem Text in Ebenen gehört, also in h1, h2, h3, h4, h5 und h6. Wobei nicht alle Unterebenen verwendet werden müssen.
- Duplicate Content vermeiden: Vom Duplicate Content rät Google vor allem aus Gründen der Nutzerfreundlichkeit und zur Schonung von Googles Crawling-Ressourcen ab.
- Unternehmensprofil bei GMB anlegen: Man sollte laut Google unter anderem auch ein Google-My-Business-Unternehmensprofil (GMB) bei Google anlegen, wenn es sich bei der eigenen Website um ein lokales Unternehmen handelt.
Was laut Google nicht für GEO (KI-Sichtbarkeit) hilft
Seitdem die Anfragen bei ChatGPT & Co. massiv gestiegen sind, gibt es immer mehr Tipps zur «Answer Engine Optimization» (AEO) bzw. «Generative Engine Optimization» (GEO). Google räumt in seinem neuen Leitfaden zur SEO-KI-Optimierung nun mit einer Vielzahl von AEO- bzw. GEO-Mythen auf und sagt klar, was aus Googles Sicht nicht bei der KI-Optimierung der Website hilft, um in den KI-Systemen von Google sichtbar zu sein, also dort erwähnt und/oder zitiert zu werden (KI-Sichtbarkeit):
- llms.txt-Dateien oder anderes spezielles Markup: Besondere KI-Textdateien wie die neu eingeführte llms.txt-Datei, Markup oder Markdown müsse man auf der Website nicht bereitstellen, damit Google die Inhalte der Webseite erkennen, crawlen und indexieren kann und die Inhalte in Googles KI-Systemen sichtbar sind.
- Inhalte in winzige Abschnitte unterteilen (chunking): Es ist laut Google auch nicht nötig, die Inhalte in winzige Abschnitte zu unterteilen, damit die KI-Systeme sie besser verstehen können. Die Google-Systeme könnten die Nuancen von Inhalten auch dann verstehen, wenn auf einer Webseite mehrere Themen gleichzeitig abgehandelt werden. Es gäbe auch keine ideale Seitenlänge. Vielmehr hänge die optimale Seitenlänge vom Thema und der Zielgruppe ab.
- Inhalte für KI-Modelle umschreiben: Man müsste auch nicht extra für KI-Modelle die vorhandenen Inhalte auf seiner Webseite umschreiben oder ausreichend viele Long-Tail-Keywords platzieren. Denn KI-Modelle könnten auch Synonyme verstehen.
- Unauthentische Erwähnungen: Google warnt davor, unauthentische Erwähnungen über die eigenen Produkte und Dienstleistungen im Internet zu verbreiten. Denn weiterhin gelte, dass Google hochwertige Inhalte bevorzugt und Spam blockiert.
- Übermässige Konzentration auf die Bereitstellung strukturierter Daten: Google sagt, dass es für den Erfolg in Googles KI-Systemen nicht erforderlich ist, seine Inhalte als strukturierte Daten bereitzustellen. Für die SEO-Gesamtstrategie empfiehlt Google aber weiterhin auf strukturierte Daten zu setzen, um in den Rich-Suchergebnissen angezeigt zu werden.
Agentenfreundliche Websites bauen
Google empfiehlt in seinem Google-KI-SEO-Leitfaden ausserdem, die eigene Webseite agentenfreundlich zu bauen. Sogenannte KI-Agenten würden Reservierungen durchführen oder Produkte vergleichen. Man sollte es daher zum Beispiel Browseragenten so einfach wie möglich machen, die Daten der eigenen Webseite zu erfassen, zum Beispiel um visuelle Daten zu analysieren.
Es gibt noch mehr als «Google KI SEO»
Man sollte sich aber nicht nur auf «Google KI SEO» konzentrieren, wenn man die eigene Website für KI optimiert. Auch die Konkurrenz Microsoft hat einen Leitfaden zur KI-Optimierung von Webseiten im Programm: «Optimizing Your Content for Inclusion in AI Search Answers». Allerdings ist der Microsoft-KI-Leitfaden schon ein Stück weit älter und datiert auf den 8. Oktober 2025. Die KI-SEO bzw. GEO-Tipps unterscheiden sich dort von denen, die Google in seinem aktuellen «Google KI SEO»-Leitfaden gibt.
So sagt Microsoft in seinem KI-Leitfaden zum Beispiel, dass strukturierte Daten den KI-Assistenten dabei helfen, die Inhalte der eigenen Webseite zu verstehen. Anders als Google, erachtet Microsoft strukturierte Daten also als hilfreich zur KI-Optimierung der Website.
Im Übrigen mag es zwar sein, dass Google die llms-Dateien nicht ausliest, aber es gibt ja noch andere grosse Player in der KI-Welt. Und Fakt ist, dass auf die llms.txt-Datei zugegriffen wird, wenn man eine installiert hat. Wer diese Datei ausliest, ist eine andere Frage.
Die KI-gestützte Suchmaschine Perplexity zum Beispiel stellt für die eigene Domain sowohl eine llms.txt-Datei (https://docs.perplexity.ai/llms.txt) als auch eine llms-full.txt-Datei (https://docs.perplexity.ai/llms-full.txt) bereit. Immerhin hat Perplexity einen Marktanteil von circa 9 Prozent in der Schweiz. Und Yoast, eines der weitverbreitesten SEO-Plugins, bietet bereits heute das Erstellen einer llms.txt-Datei in seinem Plugin an.
Autor: Robert Züblin
Der Journalist Robert Züblin schreibt seit 2017 auch über Themen aus der digitalen Welt und auf der Website «SEO & GEO Consulting» insbesondere Artikel zur Website-Optimierung für Suchmaschinen (SEO) und zur Website-Optimierung für KI-Modelle (GEO).

